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Sport, Unkategorisiert

Bullenständer, Downfucker & co. – ein kleines Aufklärungsgespräche mit Max Augustin

Ein Text von Max Augustin, HEAT Farr 30

Segeln bedeutet Entspannung. Segeln heisst geniessen. Und Segler sind schmutziger als wir dachten!  

Jeder Sport hat so seine eigenen Fachbegriffe, seinen nerd-slang wenn man so will und der ist beim Segeln schmutziger als wir uns je hätten vorstellen können – zmd haben wir unser Bier durch die Nasenlöcher wieder ausgeblasen, als Max Augustin, Skipper des Weltmeisterteams der HEAT Farr 30 mit Downfucker und Bullenstander ankam. Wir baten den Herrn daher einmal zu einem klärenden Gespräch – Max bitte kläre uns auf:

Bullenstander:

Der Bullenstander bezeichnet nicht den naheliegenden erigierten Lümmel eines Bullen, sondern eine Sicherheitsleine. Diese verhindert eine Patenthalse (ein plötzliches, unkontrolliertes Umschlagen des Baums auf die andere Schiffseite). Beim geschulten Seglen wird die jedoch nie verwendet 😛

Downfucker:

Hat rein gar nichts Sexistisches an sich! Der Spinnakerbaumniederholer, umgangssprachlich auch „Downfucker“, verhindert das aufsteigen eines Baumes an dem das Vorwindsegel befestigt ist.

Bei derart anstößigen Begriffen, darf natürlich ein ordentliches Fingerspiel nicht Fehlen.  Neben der Ghetto-Fingersprache haben wir tatsächlich sinnvolle Handzeichen, die einem Steuermann das Leben erleichtern. Um einen optimalen Start zu fahren, braucht ein Steuermann jemanden der ganz vorne auf dem Boot (Bug) steht und ihn leitet.  Schliesslich geht es auf dem Weg zur Linie nicht nur um die Zeit, sondern auch um die Distanz zum Gegner! Der Vorschiffmann (Bowmann), muss also wichtige Anweisungen geben.

Fingerspiele an Board

A

Jeder Finger bedeutet einen Bootslänge zur Startlinie.

Raised fingers – one for each boatlength from the start line 

 

B

Zeigt an das es knapp zur Linie wird und unter einer Bootslänge ist. Manchmal wird es auch einem Gegner gezeigt,  der einen Kleinen hat.

A nearly pinched finger and thumb – we are inside a boatlength and close to the line

C

Es ist noch genug Zeit bis zum Start und es muss Zeit verbraucht werden, um perfekt bei Null zu starten und an Der Linei zu sein.

 

Fanning a flat palm – there is time to burn, slow down

5 tips D

Kurs halten, oder genau an der Linie.

Wird auch zum Drohen benutzt…

 

A clenched fist – hold this course

 

E

Fahrt aufnehmen und beschleuigen 

 

Winding the arm – speed up, let’s get going

 

F

Zeigt die Richtung an! Was sonst?

 

 

Pointing to weather or leeward – a change of course in that direction is required

G

 

 

Ich habe keine Ahnung wie weit noch zur Linie! Guck auf deine Distanzmesser im Cockpit…

 

Hand on back of head – I don’t have a good visual of the line, revert to the GPS if possible

H

 

Zeigt an, dass man an dem Vordermann vorbei kommt, ohne ihm in die Karre zu fahren.

 

 

 

Swinging an arm low – we are clear to swing on the boat ahead, we are not overlapped

I

 

Es passt nicht zum Vordermann…

Falls du jetzt Ruder legst fährst du ihm volles Matt in die Karre!

 

 

I Arm raised high – we are not clear to swing on the boat ahead, we are overlapped

So das wars für Heute…

Falls ihr noch Fragen habt könnt ihr uns gerne anschreibenJ

Eure Norddeutschen Segler aus der schönsten Stadt der Welt…

Max und die HEAT Farr 30 Crew setzen auf die schwimmenden VENTURE Sonnenbrillen um stets optimale Sicht zu haben.

Über MAX:

Max ist Skipper der HEAT Farr 30. Dem besten deutschen Segelboot der Farr 30 Klasse. Zusammen mit seinem Team segelt er auf Regatten auf allen Weltmeeren und setzt sich in einer elitären Szene durch. Ein gutes Ergebnis feiert er gerne mal bei einem kleinem Schluck…tun wir doch alle mal 😉

Sport

7 Basic rules for your entry into the world of freeriding

Seien wir mal ganz ehrlich: Der Grund weshalb ich nach Innsbruck gezogen bin war nicht meine Studienwahl sondern die Möglichkeit jeden Tag snowboarden zu gehen. Und seitdem ich regelmäßig auf dem Brett unterwegs bin, bin ich am liebsten im freien Gelände unterwegs. Und so nahm irgendwie alles seinen Lauf. Das „Freeriden“ wurde immer mehr zu meinem neuen Hobby. Die Berge, die frische Luft, das Panorama, der Adrenalinkick und das Gefühl der Freiheit beim Tiefschneefahren ist für mich der absolute Wahnsinn und zaubert mir jeden Abend ein Grinsen ins Gesicht. Trotzdem bringt die unglaubliche Freiheit auch viele Gefahren mit sich. Deswegen gibt es hier 5 heiße Tipps, die ihr beim Einstieg ins Freeriden beachten solltet. Dann sind 100% Spaß und 100% Sicherheit garantiert!

1. Geh nie alleine in das Gelände

Jeder kennt das Sprichwort. „No friends on powder days“ jedoch ist wohl die wichtigste Freeride Regel: Off-Piste ist man niemals alleine unterwegs. Sich alleine ins Gelände zu begeben ist schlicht und ergreifend verantwortungslos. Und außerdem macht ein gemeinsames Powder-Erlebnis mit Freunden doch sowieso viel mehr Spaß! Und dennoch ebenso wichtig: Steilhänge niemals gleichzeitig befahren. Schließlich erhöht dies den Druck auf den Hang und somit das Risiko, eine Lawine auszulösen.

2. Hab immer die passende Ausrüstung dabei

Ohne die richtige Ausrüstung gilt das Gelände abseits der gesicherten Pisten als Sperrzone. Ein Helm und Rucksack mit Notfallausrüstung gehören zum Must-Have-Equipment. Zur Notfallausrüstung gehören: LVS-Gerät (Lawinenverschütteten-Suchgerät) mit drei Antennen und digitaler Signalauswertung, Lawinensonde und Schaufel. Mit dem LVS-Gerät, auch „Piepser“ genannt, kann man sowohl verschüttete Menschen suchen, wie auch selber gefunden werden. Vor dem Losfahren muss man den Hebel also unbedingt auf Senden schalten. Erst um jemand anderes zu orten, wird es auf den Suchmodus umgestellt. Außerdem ist es immer gut, zusätzlich ein vollgeladenes Handy, eine Gebietskarte sowie ein Erste-Hilfe-Set dabei zu haben. Wichtig: Die Batterien sollten am Ende der Saison aus dem Gerät entfernt werden, da sie auslaufen und das Gerät zerstören können. Weitere Infos wie man sein Winter Equipment richtig lagert lest ihr in „Summertime – How to store your winter stuff properly“

3. Besuche regelmäßig Lawinenkurse

Notfallausrüstung einzupacken, ist das eine. Entscheidend aber ist, damit umgehen zu können. Alles einfach nur zu kaufen und die Betriebsanleitung lesen, reicht definitiv nicht aus. Das eigene LVS-Gerät muss unter einigermaßen realen Bedingungen kennengelernt werden. Fast jedes Skigebiet bietet dazu Lawinensuchfelder oder Lawinenseminare, in denen das Suchen und das Verhalten im Ernstfall erprobt und erlernt werden. In Innsbruck gibt es zum Beispiel regelmäßige Lawinen-Kurse bestehend aus Theorievorträgen und Praxistagen auf der Nordkette.

4. Check das Wetter bevor du los ziehst

Neben dem Besitz und der Beherrschung der richtigen Ausrüstung muss vor dem Einstieg ins Gelände unbedingt die Lawinenlage und der Wetterbericht studiert werden. Dafür ist die offizielle „Europäische Gefahrenskala für Lawinen“ der wichtigste Anhaltspunkt. Man unterscheidet zwischen Lawinenstufe 1 (gering) bis Lawinenstufe 5 (sehr groß). Ab Stufe 3 sind nur noch Hänge bis maximal 35 Grad erlaubt. Bei Stufe 4 und 5 heißt es ohne Ausnahme: kein Off-Piste-Vergnügen. Außerdem sollte auf Schneebeschaffenheit, Schneebelastung, Temperatur, Hangausrichtung, Hangneigung und die Windrichtung geachtet werden. Diese Faktoren lesen zu lernen bedarf viel Übung und Know-How. Deswegen solltet ihr gerade am Anfang immer mit jemandem unterwegs sein, der sich gut auskennt und bereits erste Erfahrungen beim Freeriden gesammelt hat.

5. Mach dich fit

Freeriding kann unheimlich anstrengend werden und erfordert viel Kraft, Ausdauer und Balance. Für eine gute Grundathletik helfen die unterschiedlichsten Sportarten. Diesen Sommer war ich zum Beispiel viel surfen. Ansonsten gehe ich aber auch gerne laufen, wandern und ab und an mal einen Klettersteig. Außerdem schwöre ich auf ein strukturiertes Ganzkörper-Krafttraining (z.B. bei Happy Fitness in Innsbruck). Ein stabiler Rumpf und eine Körperathletik ist wichtig für die Herausforderungen beim Freeriden und zusätzlich eine Verletzungsprophylaxe. Tiefschneefahren verlangt volle Körperbeherrschung, benötigt einen guten Rhythmus und vor allem Gleichgewicht. Neben der muskulären Belastung an den Beinen und am Rumpf, werden eine schnelle Reaktionsfähigkeit und Beweglichkeit vorausgesetzt.

6. Respektiere die Natur

Freeriden bedeutet auch, dass man in die Natur und in den Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere eindringt. Habt Respekt vor der Natur und meidet Wald- und Wildschutzzonen, damit ihr keine nachhaltige Zerstörung hinterlasst. Die Natur ist es, die uns das Freeride-Vergnügen beschert und wir sollten uns dies lange bewahren.

7. Übung macht den Meister

Ach ja und die wohl wichtigste Regel: Üben, üben, üben! Tiefschneefahren lernt man wie das Buckelpistenfahren nur durch Übung. Also auf geht’s!

Über Lulu:

Lulu ist leidenschaftliche Snowboarderin und Welten-bummlerin – im wahrsten Sinne. Aus Norddeutschland stammend ist sie ihrer inneren Stimme gefolgt und hat den Sprung in die Alpen gewagt. Trotz Masterstudiums ist sie öfters am Berg anzutreffen, als im Hörsaal. Richtig so!